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Braunkohleabbau in der Lausitz stoppen!

Pfingsten mit Klimacamp, Demo und Aktionen 'Ende Gelände'

© by Ende Gelände

Das haben sich die DemonstrantInnen im „Lausitz Camp“ und der Anti-Kohlekraft-Bewegung „Ende Gelände“ für das Pfingst-Wochenende vom 13. Bis 16. Mai vorgenommen. Ihre Forderung ist klar: Kohleausstieg jetzt!
In Paris hat die internationale Staatengemeinschaft beschlossen, die Erderwärmung auf 2 °C zu begrenzen. Jetzt müssen Taten folgen und das Ende der Kohleverstromung unverzüglich umgesetzt werden. Doch was passiert? In der Lausitz werden stattdessen genau jetzt die Weichen für einen jahrzehntelangen weiteren Betrieb von Tagebau und Braukohleverstromung gestellt. Das Umsetzten der Energiewende und die dringend notwenige Reduktion unserer CO²-Emissionen somit ein Ding der Unmöglichkeit.

Mit einer Großdemonstration vom lausitzischem Welzow bis Proschim wird am Samstag, 14.5. in einem bunten Demo-Umzug gegen Klimawandel und den zerstörerischen Tagebau lautstark protestiert.
Ganz speziell richtet sich die diesjährigen Protestaktionen gegen den geplanten Verkauf der Braunkohlesparte Vattenfalls an den tschechischen Energieriesen EPH. Eigentlich bietet das geplante Abstoßen der Braunkohlesparte Vattenfalls die einzigartige Chance, Tagebaue und Braunkohlekraftwerke endgültig stillzulegen. Doch Vattenfall will nur verkaufen und der neue tschechische Besitzer wird die Förderung und Verbrennung der dreckigen Braunkohle auf Jahrzehnte fortsetzten – ein Debakel für den Klimaschutz in Deutschland und Europa! Am Pfingstwochenede  wird sich der Protest gegen diese Klimapolitik in der Lausitz zeigen:

Klimacamp

Für Unterkunft und Verpflegung aller Aktiven ist natürlich gesorgt. Das „Lausitz Camp“ hat bereits am vergangenen Montag seine Pforten geöffnet und wird bis zum Montag, dem 16.5. zentraler Dreh- und Angelpunkt aller Aktionen in der Lausitz sein. Neben Unterkunft bietet das Camp ein buntes Programm: Theaterverführungen, Workshops, ein Volleyballturnier, Vorträge zu allerlei Themen rund um Energiewende und Klimaschutz, aber auch zum Handelsabkommen TTIP.

Anti-Kohle Demo: „Keine Zukunft mit der Kohle!“ am Pfingstsamstag

Bereits seit Jahrzehnten kämpfen die Menschen in der Lausitz erfolgreich gegen die Braunkohle und gegen neue Tagebaue. Am 14. Mai ruft der BUND zusammen mit anderen erneut zu einer bunten (und angemeldeten) Anti-Kohle-Demo in Welzow auf, die zeigen wird, dass der Widerstand gegen die Kohle breit ist und aus der Mitte der Gesellschaft kommt!

Ende Gelände
Neben Großdemonstrationen am Pfingstsamstag sollen darüber hinaus durch Massenaktionen zivilen Ungehorsams Schaufelradbagger und Kohleförderbänder besetzt und lahmgelegt werden. Vorbild hierfür sind die Massenaktionen im vergangenen Jahr, bei denen gut 1.500 Aktivisten erfolgreich den Braunkohletagebau Garzweiler von RWE Power besetzt haben und so ein Zeichen für den dringend notwenigen Stopp der Kohleverstromung und für den Klimaschutz in Deutschland gesetzt haben.

Wir alle wissen: wenn nicht mindestens 80% der weltweit bekannten fossilen Ressourcen im Boden bleiben, steuern wird geradewegs auf einen ungebremsten und nicht mehr zu stoppenden Klimawandel mit fatalen Folgen zu: Vermehrte Extremwetterereignisse, Anstieg der Ozeane, Dürren und Hungersnöte, Versauerung der Ozeane, Artensterben. Kurz: massive negative Auswirkungen für Volkswirtschaften, Ökologie und das menschliche Leben – ganz besonders im globalen Süden!
Wollen wir solch eine Welt unseren Kindern und unseren Enkelkindern vererben?!

Alle Demonstranten in der Lausitz sagen NEIN und werden mit zahlreichen Protestaktionen im Lausitzer Braunkohlerevier ein klares Zeichen für den Klimaschutz in Deutschland setzten! Kommt und Macht mit!

Infos zur spontanen Anfahrt

Weitere Infos zur „Ende Gelände“ Aktion

Infos zum „Lausitz Camp“

Info-Seite des BUND:

PS. „Ende Gelände“ ist ein Teil des internationalen Netzwerks „Break Free From Fossil Fuels“, welches durch zahlreiche global verstreute Aktionen in den nächsten zwei Wochen ein Zeichen für den internationalen Klimaschutz und gegen die fossilen Energiegewinnung setzt.

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