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AUS „FAST“ WIRD „SLOW“:

Warum man es beim Thema Mode langsam angehen sollte

Bereits seit einigen Jahren herrscht eine hitzige Debatte um das Thema „fast fashion“. Laut einer aktuellen Studie der Beratungsfirma McKinsey steigt die Zahl der gekauften Kleidungsstücke pro Kopf in den westlichen Ländern stetig,
wobei die Tragedauer der einzelnen Kleidungsstücke immer weiter sinkt. So wird ein T-Shirt heute nur noch halb so lange getragen wie vor 15 Jahren. Unternehmen wie Primark haben es ermöglicht, viel Kleidung zum kleinen Preis kaufenzu können.

Die relativ junge Gegenbewegung zu diesem Massenkonsum heißt „slow fashion“. Der Grundgedanke dabei ist, die Modebranche zur Entschleunigung und den Kunden zum Nachdenken zu motivieren. Muss es wirklich das T-Shirt für sechs Euro sein?

Der erste Schritt beginnt beim bewussten Einkaufen. Bei „Öko-Fashion“ denken viele nach wie vor an Latschen und ausgeleierte Baumwollhemden. Dabei hat sich in diesem Bereich viel getan! Marken wie Armedangels, Thokk Thokk oder
Kings of Indigo zeigen, dass faire, nachhaltige Mode auch gut aussehen kann. Doch die hat auch ihren Preis.

Eine günstige Alternative bietet das Second-Hand-Shopping. Wer wissen möchte, woher seine Kleidung kommt, ist mit Plattformen wie Kleiderkreisel gut beraten. Hier kann man Kleidung gebraucht kaufen und verkaufen und steht dabei im direkten Austausch mit den (Ver-)Kaufenden. Und möchte man für das aussortierte Stück gleich etwas Neues haben, sind Kleidertauschpartys, die auch leicht im eigenen Freundeskreis zu organisieren sind, die richtige Adresse. Der Gedanke ist simpel: An einem vorher vereinbarten Ort treffen sich Gleichgesinnte, die aussortierte Kleidung untereinander tauschen.

Die Autorin Lisa Emilia Büttner ist im Redaktionsteam der BUNDjugend Berlin.

 

Mitmachen!

Aktuelle wird in Berlin die dritte Primark-Filiale eröffnet, das nimmt die BUNDjugend Berlin zum Anlass gegen Konsumwahn und Billigproduktion in der Modeindustrie mit einer großen Kleidertauschparty zu protestieren.

Samstag 20.10.2018, 12:00-16:00 Uhr, Joachimsthaler Str. 1 (Bahnhof Zoo)

Mache mit! Maximal drei saubere und gut erhaltene Teile (auch gerne Schuhe, Taschen u.ä.) mitbringen. Man kann auch mittauschen, wenn man keine Klamotten abzugeben hat.

Mehr Infos bei der BUNDjugend Berlin

 

Veranstaltung:

Das BUND-Projekt MEKKI veranstaltet mehrmals im Jahr Kleidertauschpartys in Steglitz: Nächster Termin am Do. 29. November . Mehr Infos

Links

Kleiderkreisel.de

Beitrag von planet wissen

 

AUF DIESE SIEGEL KANNST DU ACHTEN:

GOTS (Global Organic Textile Standard) ist das
bekannteste Siegel für Biofasern; mindestens 70 Prozent des
Kleidungsstücks muss aus biologisch angebauten Fasern bestehen.

Aus 100 Prozent Biofasern besteht Kleidung mit dem Siegel
IVN Best. Es gilt als das strengste Siegel für Biofasern.

Das Fairtrade Certified Cotton-Siegel steht für faire
Arbeitsbedingungen der Baumwollbäuerinnen und -bauern und
für eine umweltschonende Produktionsweise.

Die Fair Wear Foundation prüft soziale Mindeststandards,
wie existenzsichernde Löhne.

 

 

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