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NEULAND – Das wahre Tierwohllabel seit 30 Jahren

Vorreiter für besonders artgerechte Tierhaltung

Fleischgenuss ohne schlechtes Gewissen, das wünschen sich viele Verbraucher*innen. Nun geistert seit gefühlt Jahren das staatliche Tierwohllabel durch die politische und mediale Diskussion. Inzwischen sind der Tierschutzverein und der Verband Provieh, welche dieses Label angestoßen hatten, bei der Initiative Tierwohl des Bundeslandwirtschaftsministeriums ausgestiegen. Zeichnete sich doch recht schnell ab, dass diese Initiative letztlich mehr dem Zwecke dient, die konventionelle Fleischproduktion vor strengen gesetzlichen Vorgaben zu schützen und den Konsumenten nur ein besseres Gefühl zu vermitteln. Das eigentliche Thema des Tierwohls bleibt dabei aber größtenteils auf der Strecke. Denn artgerechte Tierhaltung und Massentierhaltung mit industriellen Strukturen passen nicht zusammen.
Hinzu kommt, dass gerade Lidl und Netto eigene Kennzeichnungen für Fleisch einführen, die aus Tierschützer*innen-Sicht jedoch völlig unzureichend sind und nur zu noch mehr Verwirrung bei den Kunden beitragen.

Mit NEULAND e. V. gibt es schon seit 30 Jahren eine Alternative.
1988 gründete sich der NEULAND e. V. als landwirtschaftlicher Fachverband zur Förderung einer besonders tiergerechten, umweltschonenden, qualitätsorientierten und bäuerlichen Nutztierhaltung. Beteiligt waren mehrere gesellschaftliche Verbände, von denen heute noch der „Deutsche Tierschutzbund“ (DTSchB), der „Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland“ (BUND) und die „Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft“ (AbL) als Trägerverbände fungieren. Daneben sind auch Landwirte und Fleischer außerordentliche Mitglieder des Vereins. Interessierte Verbraucher*innen können NEULAND-Fördermitglied werden.

NEULAND ist das erste deutsche Tierschutzlabel und könnte damit aufgrund der langjährigen Vorreiterrolle in diesem Bereich eine geeignete Blaupause für geplante nationale und EU-Tierschutzlabel darstellen.

Was bietet NEULAND?
Das NEULAND-Qualitätsfleischprogramm ist ein in Deutschland einzigartiger arbeitsteiliger Vermarktungsverbund für Produkte aus nachhaltiger Nutztierhaltung. Die NEULAND-Wertschöpfungskette erstreckt sich vom Landwirt bis hin zur Ladentheke.
NEULAND verschreibt sich der ethischen Verantwortung für Tier und Umwelt, die bessere Tierhaltung nicht nur verspricht, sondern die Tiere garantiert besser hält und den Verbrauchern nichts vormacht.

Folgend Grundsätze gelten für ALLE Tierarten:

  • Stroh:
    Bei NEULAND gibt es keine Spaltenböden oder Gitterroste! Alle Tiere werden auf Einstreu gehalten. Positiver Nebeneffekt: So entsteht ökologisch wertvoller Festmist.
  • Auslauf:
    Alle Tiere dürfen ganzjährig ins Freie.
  • Platz:
    Jedes einzelne Tier hat mehr Platz im Stall als gesetzlich vorgeschrieben.
  • Anbindung:
    Eine Anbindung oder anderweitig dauerhafte Fixierung von Tieren ist nicht erlaubt. Die Tiere können sich frei bewegen (und ihr natürliches Verhalten ausleben).
  • Futter:
    NEULAND-Tiere erhalten ausschließlich heimische Futtermittel und Futtermittel aus angrenzenden Regionen. Der Import aus Übersee (vorwiegend Soja) wird damit ausgeschlossen. Tierische Futtermittel wie Fisch- oder Tiermehl sind bei NEULAND schon seit der Gründung verboten, ebenso Antibiotika oder andere Leistungsförderer.
  •  Gentechnik:
    Gentechnik ist bei NEULAND tabu und darf weder in der Züchtung noch in der Fütterung eingesetzt werden.
  • Bäuerliche Landwirtschaft:
    NEULAND hat sich den Erhalt und die Förderung bäuerlicher Betriebe zum Ziel gesetzt. Mit Bestands- und Flächenobergrenzen sorgen wir dafür, dass Großbetriebe nicht die Vermarktung und Preise dominieren.
  • Teilumstellung:
    Richtlinien gelten im Prinzip immer für den gesamten Betrieb und für alle Tierarten. Parallelhaltung, also Teilumstellung, ist bei NEULAND nur dann möglich, wenn bei den anderen Tier- oder Nutzungsarten keine tierschutzwidrigen Haltungsformen (wie Vollspaltenböden, Bindehaltung, Käfighaltung oder Schnäbelkürzungen) vorkommen.

Neben diesen allgemeingültigen Richtlinien gelten für die verschiedenen Tierarten weitere, spezielle Anforderungen z. B. die begrenzte Tieranzahl pro Betrieb.
Die bestehenden Mitgliedsbetriebe, sowohl Landwirte als auch Fleischer, werden mindestens einmal jährlich und unangemeldet von einer externen Kontrollstelle auf die Einhaltung aller Richtlinien hin überprüft.

Neue Wege – neue Kund*innen
Auch NEULAND muss neue Vertriebswege gehen, so startete NEULAND mit ALDI den Verkauf von Schweinefleisch in wenigen ausgewählten Filialen bei ALDI Nord und Süd, um neue Verbrauchergruppen an neuen Standorten zu erschließen. Unter der ALDI-Dachmarke „Fair & Gut“ startet der Testlauf mit NEULAND-Schweinefrischfleischprodukten ausschließlich in Gebieten, in denen bisher keine NEULAND-Ware erhältlich war.

Für Berlin ist das nicht der Fall, denn Berlin gehörte schon von Anfang an zu den Vorreitern beim Verkauf von NEULAND-Fleisch.
Versuchen Sie es mal, es wird Ihnen schmecken!
Guten Appetit!

Informationen zu Neuland unter: www.neuland-fleisch.de/, dort finden Sie auch unter „NEULAND IN IHRER NÄHE“ die NEULAND-Fleischereien.

 

 

Weitere links zum Thema:
www.bund-berlin.de/service/meldungen/detail/news/fleischatlas-2018/
www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/bund-kritisiert-tierwohl-initiative-als-weitere-rede-runde-ohne-konkrete-tierschutzwirkung/
www.bund.net/massentierhaltung/nutztierhaltung/tierschutz/
www.bund-berlin.de/themen/klima-ressourcen/lebensmittel/massentierhaltung/

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