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Akute Gefahr für Kleingärten! Bitte unterstützen Sie uns!

Gastbeitrag einer engagierten Gruppe von Kleingärtnern auf dem Westkreuz-Gelände

Liebe Umweltfreunde,

Ende 2018 ist bekannt geworden, dass ein Immobilieninvestor das Bahngelände zwischen der Holtzendorffstraße und dem S-Bahnhof Westkreuz in Berlin-Charlottenburg erworben hat. Sollte sich der Investor mit seinem vermutlich geplanten Bebauungsvorhaben durchsetzen und dies noch im derzeit zur Stellungnahme ausgelegten Bebauungsplan verankern können, sind wertvolles Berliner Stadtgrün und Kleingärten auf das Äußerste bedroht.

Folgen wären u.a.

  • Bauliche Verdichtung ohne hinreichende Infrastruktur (Straßen, Parkplätze, Kitas, Schulen)
  • Keine nennenswerte Entlastung des lokalen Mietwohnungsmarktes
  • Erhebliche Verschlechterung des Stadtklimas
  • Verschattung und Lärmstörungen für bestehende Häuser in der angrenzenden Rönnestraße

Doch wir alle können etwas tun, um das zu verhindern!

Der Bezirk beabsichtigt, das Areal zu erwerben und einen Park anzulegen, um einen Ausgleich für die zunehmende bauliche Verdichtung zu schaffen. Hierbei sollen jedoch nach und nach alle Kleingärten durch öffentliche Grünflächen ersetzt werden.

Wir sind gegen die Bebauung und für einen Park. Allerdings setzen wir uns dafür ein, dass – im Rahmen eines innovativen Westkreuzgartenkonzepts – alle Kleingärten erhalten bleiben.

Foto: Monika Dierenfeld

Das hat viele Vorteile:
Für das Zusammenleben im Kiez: Das neue Konzept lässt einen Ort der Begegnung entstehen – über Kulturen und Generationen hinweg.

Für Natur und Klima: Durch die Erhaltung von Stadtgrün und Kleingärten bleibt eine weit größere Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen gewahrt als in einem konventionellen Park. Zudem sind die Gärten eine „Frischluft-Kur“ für den Kiez.

Für den Haushalt: Die Bewahrung der gewachsenen Strukturen bedeutet eine immense Ersparnis, denn seit Jahrzehnten pflegen wir das Areal in Gruppenarbeit. Der letzte Sommer hat gezeigt, dass niemand die Berliner Grünflächen intensiver pflegen kann als Kleingärtner – und das zu Nullkosten für die Berliner Verwaltung!

Für die Stadtgesellschaft: Es ist eine Chance, gemeinsam etwas Neues zu gestalten – mit Modellcharakter auch über Berlin hinaus.

Der Senat hat eine Änderung des bestehenden Flächennutzungsplans auf den Weg gebracht, über die demnächst das Abgeordnetenhaus entscheidet. Darauf aufbauend hat das Bezirksamt Charlottenburg/Wilmersdorf einen Bebauungsplan entworfen, zu dem vom 21.1. bis 22.2.2019 eine Bürgeranhörung stattfindet.

Bitte unterstützen Sie uns: Die Bau-Lobby schläft nicht! Jede individuelle Stellungnahme zum ausgelegten Bebauungsplan 4-66 zählt und trägt dazu bei, ein innerstädtisches grünes Berliner Kleinod für spätere Generationen zu wahren!

Die Kopiervorlage sowie alle wichtigen Informationen für eine individuelle Stellungnahme finden Sie unter www.westkreuzgarten.de. Eingangsdatum ist der 22. Februar 2019!

Herzlichen Dank für Ihr Engagement!

Die WestkreuzGärtner

Ein Kommentar

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  1. Bin seit 33jahren Kleingärtner.Meine 3 Kinder sind hier aufgewachsen.Wo soll man auch hin mit Kindern wenn nicht in den eigenen Garten.Vieles wird angepflanzt und gepflegt .Die Grünfläschen und die Gärten werden von uns Kleingärtnern gepflegt und finanziert.
    wir zahlen Pacht und müssen das Gelände in Gruppenarbeit pflegen was ja auch die Gemeinschaft stärkt.Wir alle haben viel Arbeit und Liebe in unsere Gärten investiert und haben mit Sparziergängern oder Besuchern kein Problem im Gegenteil.Wir sehen auch manchmal seltene Tiere und Vögel.Wenn noch mehr bebaut wird ist es hier nicht mehr wohnenswert und die Parkplatzsituation ist jetzt schon ein Problem.

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