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Vogelparadies Südgelände

Für unsere gefiederten Freunde hat das Südgelände einiges zu bieten: offene Flächen, dichte Büsche und wilden Wald. So ist für viele Vogelarten das Richtige dabei, um Junge aufzuziehen oder sich dort sogar das ganze Jahr aufzuhalten. Dass sich menschliche Besucher weitestgehend nur auf Wegen aufhalten dürfen und Dinge wie Radfahren dort nicht gestattet sind, schafft für die Vögel die nötige Ungestörtheit für einen guten Lebensraum.

Mönchsgrasmücke – männchen Foto: Kristina Roth
Mönchsgrasmücke-Weibchen Foto: Kristina Roth

Streift man mit offenen Ohren durch das Gelände, so ist allenthalben der wunderschöne Gesang der Mönchsgrasmücke zu hören. Mit etwas Geduld lassen sich diese kleinen Sangeskünstler in so manchem Strauch entdecken.

 

 

Rotkehlchen Foto: Kristina Roth

Rotkehlchen schauen mit neugierigen Augen, geschäftige Schwanzmeisen turnen im Gezweig der Bäume und im Laub rascheln Amseln auf der Suche nach Essbarem. Lauscht man den Vogelstimmen, so entdeckt man viele Töne: das zarte Zirpsen der Blaumeise und den etwas eintönigen Gesang des Zilpzalps zum Beispiel. Ringeltauben schlagen immer wieder lautstark mit den Flügeln und das Nebelkrähenpaar nutzt die alten Schienen als bequemen Weg durch die Wiese, von dem aus sich so mancher Leckerbissen entdecken lässt. Der Abend ist dann die Zeit der Singdrosseln und Nachtigallen. Ab und an ist es plötzlich ganz still. Der Turmfalke ist unterwegs! Vorsicht ist geboten. Ist er weitergeflogen, beginnen die Vogelstimmen aufs Neue anzuschwellen und alle gehen wieder ihren Alltagsgeschäften nach.
Immer mehr Zugvögel kehren zurück, um im Südgelände ihren Nachwuchs groß zu ziehen. Mit etwas Glück lassen sich zum Beispiel Bachstelze, Fitis und Neuntöter hören oder sogar sehen. Es gibt also jede Menge zu entdecken, nicht nur im Südgelände.

Der Frühling ist eine wunderbare Zeit. Natürliche Farben und Töne sind intensiv und wohltuend. Und man muss kein(e) Expert*in sein, um sich von Vogelgesang, frischem Grün und einer Vielzahl von Blüten und Düften berühren zu lassen. Es reicht hinauszugehen, einmal einen Moment innezuhalten und die Sinne zu öffnen.
Lassen Sie sich inspirieren und genießen Sie die Geschenke der Natur – ob auf einer Vogelführung mit mir im Südgelände, die hoffentlich bald wieder möglich sind, oder einem eigenen Streifzug durch die Natur unserer Stadt. Natur lässt sich nun mal am besten in der Natur erleben!

Ihre Kristina Roth
Graduierte Wildnispädagogin
www.wildpfoten.de

 

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