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Das Berliner Paulinenkrankenhaus schützt die planetare Gesundheit

Die „Pauline“ in Westend nimmt am Projekt KLIK green - Krankenhaus trifft Klimaschutz teil

Als Krankenhaus mit dem speziellen Versorgungsauftrag zur Weiterbehandlung von herzchirurgischen Patienten des Deutschen Herzzentrums Berlin und der Charité behandelt das Paulinenkrankenhaus eine Bevölkerungsgruppe, deren Gesundheit besonders unter der voranschreitenden Erderwärmung leidet. Die Hitzewellen der letzten Jahre begünstigten laut Robert-Koch-Institut immer mehr Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Solche gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels bekommt eine Herzspezialklinik wie das Paulinenkrankenhaus besonders intensiv zu spüren. Kliniken stehen der bedrohlichen Entwicklung allerdings nicht machtlos gegenüber.

Bereits im Jahr 2012 begann das 148-Betten-Haus, sich selbst für Klimaschutz einzusetzen. Vom Team „Pauline“ genannt, nimmt die Klinik nun am Projekt „KLIK green –Krankenhaus trifft Klimaschutz“ teil und lässt seit November 2019 den Technischen Leiter Ralph Ladage zum Klimamanager qualifizieren. Kurz nachdem KLIK green im Paulinenkranhaus anlief, erreichte COVID-19 auch Deutschland und drängte den Einsatz für Klimaschutz vielerorts erstmal zurück. Nicht so im Paulinenkrankenhaus. Dort entwickelte Ralph Ladage schon im Frühjahr praktische Ideen, um den globalen Klimawandel direkt in Berlin-Westend zu bekämpfen.

Als Klimamanager im Projekt KLIK green betrachtet er sämtliche technische Neuanschaffungen aus der Perspektive des Klimaschutzes und sorgt er für einen noch sparsameren Umgang mit Energie. Mit der Umstellung auf LED-Beleuchtung für 22 Laternen im Außenbereich erzielte er bereits erste Erfolge. „Mit wenigen Handgriffen konnten wir den gesamten Stromverbrauch von 80 auf 30 Watt pro Laterne verringern“, freut er sich. Darüber hinaus zeigt das Paulinenkrankenhaus, dass Klimaschutz weit über Energieeffizienz hinausgeht und ebenso bedeutet, Radverkehr zu fördern, Mehrwegprodukte in Umlauf zu bringen, Abfälle zu vermeiden, das Klinikgelände zu begrünen sowie Kolleg*innen zu begeistern. Klimamanager Ralph Ladage sieht die Notwendigkeit: „Jedes Unternehmen kann einen Beitrag leisten und auch erstmal kleine Schritte gehen, um klimaschädliche Emissionen bestmöglich zu vermeiden.“

Die Klimaschutzinitiative der über 100 Jahre alten „Pauline“ beweist: Alles hängt mit dem Klimawandel zusammen – von Herzfrequenzen über Abfallmengen bis hin zu Wattzahlen. Das Paulinenkrankenhaus unterstreicht, dass Gesundheitsschutz nicht ohne Klimaschutz funktioniert und das Wohlbefinden einzelner Patient*innen von der planetaren Gesundheit abhängt. Die aktuellen Aktivitäten inspirieren zudem, schnelle sichtbare Effekte im Klimaschutz stärker voranzutreiben. Bis Ende 2022 plant Ralph Ladage 15 Maßnahmen zu realisieren und denkt sogar schon darüber hinaus: „Perspektivisch würden wir gerne Wärme in einem Erdspeicher sammeln und dann im Winter damit heizen“, blickt er in die Zukunft.

Weitere Informationen unter:  www.klik-krankenhaus.de

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