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WESTKREUZ-PARK EINE MISSION:

Stadtklima + Naturerlebnis + Historisches Zeugnis

17 Hektar Naturparadies und Frischluft-Einflugzone in eine luftverschmutzte und sommerlich überhitzte Innenstadt. Ein gartenarchitektonisches Gesamtkunstwerk aus beispielhaften Kleingärten auf einer einzigartigen Eisenbahn-Stadtlandschaft, bestückt mit Fossilien aus den politischen Gezeiten Berlins – in der Logik von Investoren wohl nur ein Baugebiet für herrliche Renditen…

Hier hat die Politik die Not-Bremse gezogen und setzt Zeichen, dass nicht jedes Stück Bahneigentum geopfert und versilbert werden darf. Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf hat sich positioniert und beginnt im September das offizielle Bebauungsplan-Verfahren, um diesen grünen Schatz planungsrechtlich vor Bebauung zu retten.

WESTKREUZ ALS NATURERLEBNISRAUM: EIN PARK BESONDEREN TYPS

Die Architekten heißen Eisenbahnbau, Berliner Geschichte, Pflanzen und Tiere, die hier drei beachtenswerte Landschaftstypen schufen: Über Berg und Tal präsentieren sich 300 Kleingärten in Respekt verdienender Unaufgeräumtheit und Naturnähe. Östlich benachbart liegt eine 3 Hektar bewaldete Mulde – eine ehemalige Lok-Abstellanlage mit zwei ruinös romantischen Betriebsgebäuden, die der Rettung harren. Zwei „Gipfel“ beherrschen die Aussicht über diese Szenerie. Der eine bietet glänzende Aussicht auf ICC und Funkturm, der andere trägt eine Art Berghütte mit Gastronomie nebst Vereins-Stätten. Als verbindende Einfassung durchziehen wildwüchsige Böschungen dieses sonderbare Reich.

BERLIN – das Park-Mekka

IGA, Tempelhofer Feld und Südgelände beweisen, dass Berlin als die Stadt mit den vielfältigsten und ungewöhnlichsten Parkanlagen Europas gilt. Der Westkreuz-Park würde ein neues Kapitel hinzufügen.

DER FAKTOR STADTWILDNIS – DIE ANDERE SICHT DER DINGE

Von den Kleingärtnern wird es das „Tal der Steine“ genannt – der naturschutzfachlich herausragende Ost ist Teil des Planungsgebiets. Trotz Plastik- und Metall-Müll kommt er durch die Zufälle der Geschichte als Lebensraum für bedrohte Tierarten daher. Nach vorläufigen Untersuchungen wird diese extrem strukturreiche Stadtwildnis bevölkert von zweierlei Eidechsen und Schlangen (ungiftig, scheu !), Weinbergschnecken (streng geschützt !) und vermutlich Molchen – weiteres wartet darauf, untersucht zu werden.

Die einen sehen nur ordnungsbedürftiges Chaos, die anderen einen Lebensraum wie aus dem Lehrbuch und das am Rande der Innenstadt. Ein Paradies aus zweiter Hand mit Entwicklungspotential: dauerfeuchter Untergrund mit zahlreichen Holz- und Gesteins-Haufen: exorbitant seltene gewordene Strukturen, die sonst in Grünanlagen nicht geduldet werden. Ein aussergewöhnlicher Schatz der verantwortlich geschützt aber auch sicht- und erklärbar gemacht werden muss – eines der letzten drei erhaltenen Flächen dieser bahnhistorischen Art innerhalb des S-Bahn-Rings neben dem Südrand des Tempelhofer Feldes und dem Naturpark Südgelände.

Der BUND setzt sich dafür ein, dass diese 17 Hektar große Geschenk der Stadt- und Naturgeschichte erhalten bleibt !

HELFEN SIE MIT !! DANKE !!

BUND-Flyer „Westkreuzpark“

Weiteres und Spezielles unter https://westkreuzpark.de/

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Aktuell:

Bezirks lädt zu Workshops

Wir gestalten das Westkreuz!

 

Alle Protokolle, Präsentationen und weitere Materialien werden fortlaufend auf der Webseite des Bezirks hochgeladen:

http://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/verwaltung/aemter/umwelt-und-naturschutzamt/naturschutz/freiraumplanung/artikel.563334.php

 

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